24. Mai 2009 ab 15.00h
Einstieg/Abfahrt: Kuhturmstraße
Ich sehe was, was du nicht siehst! Weil 'Nationale Zentren' leider keine Hirngespinste sind.
Wir laden Sie ein am Sonntagsausflug durch Leipzig Lindenau teilzunehmen.

Unter dem Titel „Ich sehe was, was du nicht siehst! Weil 'Nationale Zentren'
leider keine Hirngespinste sind.“ organisiert das Netzwerk unabhängiger
Kunsträume in Leipzig Lindenau fünf begleitete Rundfahrten im Doppelstockbus
durch Lindenau am 24. Mai 2009 ab 15.00h!
Ein Autor, eine Autorin, ein Verleger, ein Künstler und der Chor werden die
jeweiligen Touren im Bus begleiten und so auf ihre Art die Präsenz von
nationalistischen, antisemitischen, revisionistischen und rassistischen
Ideologien in Lindenau und anderswo kritisch beleuchten. Der kommentierte Blick
aus dem oberen Deck des Doppelstockbusses eröffnet neue Perspektiven auf
verdeckte Orte.
Der Zusammenschluss von Galerien und Projekträumen in Leipzig Lindenau, deren
Fokus auf der Präsentation zeitgenössischer Kunst und Kultur liegt, teilt bei
aller Unterschiedlichkeit der Projekte, die interkulturelle, interdisziplinäre,
standortspezifische Motivation. Wir verfolgen emanzipatorische und
partizipatorische Konzepte in der Ausgestaltung unserer Kunst- und Projekträume
und wenden uns gegen jede Form von Antisemitismus, Diskriminierung und
Fremdenfeindlichkeit.
Wir sehen unsere Veranstaltung als Aktion für einen lebendigen Stadtteil, für
aktive Bürgerbeteiligung und eine plurale Gesellschaft. Auf kreative und
unterhaltsame Art möchten wir zusammen mit Ihnen eine breite Öffentlichkeit
ansprechen und medienwirksam Protest üben.
Die Anlaufstelle und der Abfahrtsort befinden sich in der Kuhturmstraße. Der Treffpunkt bietet die Möglichkeit des Austausches und der Kommunikation zwischen dem Publikum, den Referenten und uns, den Veranstaltern.
Freuen Sie sich mit uns auf ein kontrastreiches, philosophisches und nicht zuletzt unterhaltsames Programm:
Die Erste Tour wird begleitet von Kerstin Köditz, MdL und Autorin des Buches „Und morgen? Extreme Rechte in Parlament und Gesellschaft“ die unter dem Motto „Damit man draußen sieht, was drinnen los ist“ über die hinter verschlossenen Türen agierende NPD sprechen wird. Gefolgt von Jörg Sundermeier, Herausgeber des Verbrecher Verlags, der während der Fahrt aus dem Roman „Fliegeralarm“ von Gisela Elsner lesen wird. Der freie Autor Martin Dornis referiert zum Thema „Kollektiv, Volk, Nation - zu den Möglichkeiten emanzipatorischer Kapitalismuskritik“. Es folgt eine Tour mit dem Künstler Till Gathmann, der zu einem Lied von Woody Guthris über eine Scharfschützin der Roten Armee, dessen abstruse Entstehungsgeschichte erläutern wird. Zum Schluss erfreut uns Der Chor mit einer musikalischen Fahrt.
Seien Sie herzlich eingeladen uns auf einer dieser Rundfahrten zu begleiten. Mit erwartungsvollen Grüßen.
Einladung: IchSeheWas0905Karte.pdf
Plakat: IchSeheWas0905Plakat.pdf
7. Mai – 17. Mai 2009
Bei uns doch nicht!
Spuren rechtsmotivierter Gewalt.
Ein Hörrundgang durch Leipzig.
Eröffnung:
Donnerstag, 7. Mai 2009
19 Uhr

Öffnungszeiten:
Do/Fr 16-20
Sa 12-20
So 12-16
Mo/Di/Mi geschlossen
Bei uns doch nicht! Wirklich nicht?
Auf der Suche nach Antworten hat eine Gruppe von Studierenden
einen Hörrundgang quer durch Leipzig erstellt. Er fängt Stimmen und
Stimmungen einzelner Viertel ein, hält fest, was sonst im Alltag schnell
verblasst und zeigt, worüber viele allzu gern hinweg sehen: faschistische,
rassistische und diskriminierende Gewalt fi ndet vor unserer Haustür statt.
Überfälle, Bedrohungen, Parolen – Spuren fi nden sich überall. Rechtsmotivierte
Gewalt passiert nicht nachts in dunklen Straßen, sondern
jeden Tag, mitten unter uns. Wir machen diese Spuren hör- und sichtbar
und laden dazu ein, ihnen zu folgen!
Alle Schauplätze werden fotografisch dokumentiert und gemeinsam
mit Hörstationen in einer Ausstellung auf Wanderschaft durch Leipzig
geschickt.
Einladung: EinladungBeiUnsDochNicht.pdf
Postkarte: PostkarteBeiUnsDochNicht.pdf
der audioguide im internet:
www.chronikle.org
www.stura.uni-leipzig.de
kontakt:
bei-uns-doch-nicht@gmx.de
fotografien:
Julia Wilmes und Paula Gehrmann
Ein Projekt im Rahmen des Theodor-Heuss-Kollegs der Robert Bosch Stiftung und des MitOst e.V.
