der raum

Sonntag, 06. September 2009 20.00h

Performance/Konzert/Klangkunst

Joke Lanz & Matt Anderson benutzen ihren Koerper als Klangerzeuger, schauen in den Raum und kratzen an ihm. Alte Taperekorder die das aufnehmen, tragbare Speaker die es wiedergeben, Kinderpuppen mit Stock und Stein in der Hand, 2 Fischaugen da wo die Ohren sind. Die erste gemeinsame Liveaktion !

SUDDENINFANT

Joke Lanz (*1965) kommt aus der Schweiz, lebt und arbeitet in Berlin.
SUDDEN INFANT ist das langjährige Projekt von Joke Lanz.
Entstanden 1989 aus dem Antrieb heraus, Klangkunst und Performance miteinander zu verbinden. In die Auftritte einfliessend immer wieder Fragmente aus Dada, Aktionismus, Fluxus, Noise und Punk.
Der Gebrauch von minimalem Equipment sowie die pure, reduzierte Essenz des Körpers und der daraus entstehenden Klangwelt, sind die Eckpfeiler einer Sudden Infant Performance. Das Ausloten akustischer und physischer Elemente, die Reduzierung auf das Wesentliche, ergibt eine sehr spannungsvolle Bühnenästhetik und sprengt die Grenzen zwischen Noise, Performance, Impro und Elektronik.
www.suddeninfant.com

CRANKSTURGEON

Matt Anderson (*1971) lebt und arbeitet in Portland, Maine.
CRANK STURGEON ist sein Projekt seit 1993. Auf Tontraegern in experimentellen Collagen verworren, vor den Augen anderer im Fischkost�m Happenings initieren.
CRANK STURGEON ! Reizbarer St�r? Stellen Sie vor sich, wenn Sie, etwa ein Mannfisch werden. Dann: Leistungskunst komplett mit Alchemie, dada Schwindel, Respektlosigkeit und schwerf�lliges Volumen. Ein St�rmann, nicht Ihr durchschnittlicher neuer Jahrtausendmann, das autonome Freihafengebiet der improvisierten Leistung, mit Ton, Sichtbarmachungen, Vortr�gen und Ersch�tterung bearbeitend. Heuchlerisches aufgeleckt, das Klebeband aus Kassettenger�ten heraus zerrend, heftig beugen irgendeine Substanz, die bei der Ersch�tterung, bei schreiendem Kreisatem durch Schnorchelschl�uche oder bei den Rotwildanrufen einreicht, und weg hammern an den elektronischen F�serchen des Verbrauchers. Immer in etwas Kapazit�t, die das Publikum anreizt, um innen zu verbinden, diese Unsinnssperre zwischen Ausf�hrendem und Projektor beseitigend. Ein Geräuschcollagengesch�pf, lose im �ther …
www.cranksturgeon.com

29. März 2008
19:00h

…where the monkey belongs – „Hunger“ aus Hamburg lesen Musik in der Projekt- und Hörgalerie „A und V“.

Der Kreisel der postmodernen Dekonstruktion dreht sich unaufhörlich weiter und in Hamburg haben zwei Musiker eine neue Metaebene erklommen, auf der Musik zum Text und Text zu Musik wird.
Das bereits 1996 gegründete Hamburger Duo „Hunger“ hat sich nach langjähriger Arbeit im Kontext einer „totalen“ Improvisation verstärkt dem konzeptuellen Arbeiten mit Versatzstücken aus populärer Musik (Rock, House, Punk) verschrieben. Christoph Rothmeier und Jörg Hochapfel dekonstruieren mit einer wohltuenden Punkattitüde Klänge, Texte und Songformen. Über dem infernalischen Schlagzeug und dem verstimmten 80er Jahre Synthi taucht so auch mal ein eingängiger Refrain auf, der sich aber irgendwann in vertrackten Schleifen verheddert.
Dieses einzigartige musikalische Universum zwischen Vocal House und Frank Zappa hat das Hamburger Duo nun in eine Performance verwandelt. In „give back to the monkey where the monkey belongs“ wird ein Stück der Band unter Einbeziehung von sprechenden Tieren und Stimmen aus der aktuellen Poppresse auf nicht musikalische Weise umgesetzt, wodurch vor allem die zeitliche Gestalt des Ausgangsmaterials starke Deformationen erfährt.
Mit ihrer performanceartigen Lesung und einigen Musikvideos sind „Hunger“ am 29. März 2008 in der Projekt- und Hörgalerie „A und V“ im Leipziger Westen zu Gast. Seit September letzten Jahres legen die Macher der Galerie im Wächterhaus Lützner Str. 30 einen Schwerpunkt auf Live-Hörcollagen, Klangperformances und -installationen.

Beginn der Veranstaltung ist 19:00 Uhr.

www.hungermusik.de
www.myspace.com/hungermusik

8. Dezember 2007,
19.00h

Statt wie angekündigt Lesung und Gespräch bringt A und V an diesem Abend zwei künstlerische Positionen in einer Liveperformance zusammen.

Der Australier Ian W. spielt sein drittes Konzert in Leipzig, und wird die Gelegenheit nutzen, die artifiziellen Aspekte seiner Musik hervorzuheben.
Mit der elektrischen Gitarre, einem Loop und dem kaputten Klavier vor Ort wird sich seine Performance zwischen minimalistischer Musik und Sound-Art bewegen. Da ist ein wenig Noise, ein wenig Drone und viel Improvisation.

Unterbrechend, störend aber auch kommunizierend mischen sich DEO in dieses musikalische Gespräch mit ein.
DEO (Leipzig/ Ffm) bieten fiese monotone Computersounds begleitet von zwei Gitarren unterschiedlicher Couleur. Es wird improvisiert, nicht gejammt. Will man von Musik sprechen, so sollte man wohl den Begriff Noise auch hier nicht scheuen.

Infos und Klang zu Ian W.
www.tblspn.net
www.myspace.com/ianwadley