der raum

Das Netzwerk unabhängiger Kunsträume Leipzig-Lindenau wagt ein Experiment und geht auf Reisen: Am Samstag, den 17. Juli 2010, werden die beteiligten Künstlerinnen und Künstler, Kulturwissenschafterinnen und Kuratoren gemeinsam von Leipzig nach Salzburg fahren, um dort zwei Wochen zusammen zu arbeiten, zu gestalten und zu diskutieren. Auf Einladung des Kunstraums Periscope wird in Salzburg ein „ART CAMP Leipzig“ entstehen, bei dem zu jederzeit Gäste willkommen sind. Neugier erwünscht!

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14. Mai 2010 ab 15.00h

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Der Kunstraum Tag “lindenow” ist der halbjährige Höhepunkt des Netzwerks unabhängiger Kunsträume Leipzig Lindenau, welches sich in den letzten zwei Jahren zu einem Kollektiv entwickelt hat.

Was 2005 mit dem Kunstraum “Kuhturm” und “Kolekcja Polska” begann und vor zwei Jahren als Zweckverband unabhängiger Kunsträume ins Leben gerufen wurde, ist inzwischen eine Arbeitsgemeinschaft aus bildenden Künstler/Innen, Kunsttheoretiker/ Innen und Musiker/Innen. Leben und Arbeit im Netzwerk ist Inspiration geworden.

Im Sommer 2010 wird eine Gruppe von etwa 25 Personen aus diesem Lindenauer Umfeld mit dem Reisebus nach Salzburg fahren. Das Netzwerk unabhängiger Kunsträume Leipzig Lindenau ist eingeladen in Kooperation mit dem dort ansässigen Kunstraum „Periscope“ eine Gruppenausstellung zu konzipieren. Wir werden dort innerhalb von 14 Tagen mit dem vorhandenen Raum arbeiten, uns mit der Frage nach gemeinsamen Zielsetzungen und Visionen, sowie der sozialen Struktur selbstkreierter Netzwerke auseinandersetzen. Die entstanden Arbeiten stellen in der Ausstellung ab dem 28. Juli 2010 das Leipziger Kollektiv in der österreichischen Festspielstadt vor.

So ist es inzwischen ein Projekt von vielen, wenn das Netzwerk der unabhängigen Kunsträume Leipzig Lindenau am 14. Mai zum Kunstraum Tag “lindenow” lädt. Zum vierten Mal präsentieren sich die inzwischen zehn Kunsträume an einem Tag mit Ausstellungseröffnungen und Happenings. Während inzwischen auch Kaufland plant den Stadtteil Lindenau durch den riesigen Neubau eines Kaufhauses einzunehmen, hat sich in der unabhängigen Kunstszene längst herumgesprochen, dass die Lindenauer Ballung von Kunsträumen Maßstäbe setzt und einen wichtigen Ort für Leipziger Künstlerinnen und Künstler erschaffen hat.

Nicht zu vergessen: die wie immer alles bündelnde Tanzveranstaltung ab 23.00h am Freitag an noch geheimen Ort, die wieder verspricht ein rauschendes Fest zu werden!

Freitag, 14. Mai 2010, 15.00h – 23.00h, Samstag, 15. Mai und Sonntag, 16. Mai, 15.00h – 18.00h “lindenow” Kunstraum Tag des Netzwerks unabhängigen Kunsträume Leipzig Lindenau
A und V Projekt- und Hörgalerie, D21 Kunstraum Leipzig, Die Kassette, HinZundKunZ, Kunstraum Ex-Lalülala, Kunstraum Ortloff, Kunstraum PANIPANAMA, Kunstraum Praline, Kunstraum >>Kuhturm<<, Le Point De Fuite / Der Fluchtpunkt

DAS PROGRAMM:

A und V Projekt- und Hörgalerie
SonoKynésie Laurent Golon (Aubervilliers / France)
www.aundv.org

D21 Kunstraum Leipzig
“THANKS FOR SHARING!” Art Zines-Ausstellung und Symposium (8. Mai) Eröffnung und Performance: 7. Mai, 19 Uhr
www.d21-leipzig.de

Die Kassette
Tapestry kuratiert von Andreas Schlaegel
www.diekassetteleipzig.de

HinzUndKunz
Maya Leutwiler / Katja Fankhauser: “Komm, trage die Welt in den Hinterhof” – Illustrierte Gedichte
www.myspace.com/hinzundkunzleipzig

Kunstraum Ex-Lalülala
sebastian ebenberger malerei / installation
myspace.com/laluelala36

Kunstraum Ortloff
Jenseits des Kanals Claas Gutsche
www.ortloff.org

Kunstraum PANIPANAMA
Krzysztof Leon Dziemaszkiewicz: Königreich Shambhala/Królestwo Szambali Performance, 21 Uhr
www.panipanama.de

Kunstraum Praline
all You can eat Stephanie Marek, Benjamin Kilchhofer Eröffnung mit Buffet 19.30 Uhr
www.myspace.com/praline_leipzig

Kunstraum “Kuhturm”
Es wurde gewartet Projektionen von Sebastian Helms, Denis Luce und Inga Martel
www.kuhturm.de

Le Point De Fuite / Der Fluchtpunkt
Nans Quétel, Hannah Hallermann, Frank Zitzmann, Stefan Krauth/Dominik Bucher, Neven Allanic, Falk Messerschmidt
www.fugitif-leipzig.com

24. Mai 2009 ab 15.00h
Einstieg/Abfahrt: Kuhturmstraße

Ich Sehe Was

Unter dem Titel “Ich sehe was, was du nicht siehst! Weil ‘Nationale Zentren’ leider keine Hirngespinste sind.” organisiert das Netzwerk unabhängiger Kunsträume in Leipzig Lindenau fünf begleitete Rundfahrten im Doppelstockbus durch Lindenau am 24. Mai 2009 ab 15.00h!
Ein Autor, eine Autorin, ein Verleger, ein Künstler und der Chor werden die jeweiligen Touren im Bus begleiten und so auf ihre Art die Präsenz von nationalistischen, antisemitischen, revisionistischen und rassistischen Ideologien in Lindenau und anderswo kritisch beleuchten. Der kommentierte Blick aus dem oberen Deck des Doppelstockbusses eröffnet neue Perspektiven auf verdeckte Orte.

Der Zusammenschluss von Galerien und Projekträumen in Leipzig Lindenau, deren Fokus auf der Präsentation zeitgenössischer Kunst und Kultur liegt, teilt bei aller Unterschiedlichkeit der Projekte, die interkulturelle, interdisziplinäre, standortspezifische Motivation. Wir verfolgen emanzipatorische und partizipatorische Konzepte in der Ausgestaltung unserer Kunst- und Projekträume und wenden uns gegen jede Form von Antisemitismus, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit.
Wir sehen unsere Veranstaltung als Aktion für einen lebendigen Stadtteil, für aktive Bürgerbeteiligung und eine plurale Gesellschaft. Auf kreative und unterhaltsame Art möchten wir zusammen mit Ihnen eine breite Öffentlichkeit ansprechen und medienwirksam Protest üben.

Die Anlaufstelle und der Abfahrtsort befinden sich in der Kuhturmstraße. Der Treffpunkt bietet die Möglichkeit des Austausches und der Kommunikation zwischen dem Publikum, den Referenten und uns, den Veranstaltern.

Freuen Sie sich mit uns auf ein kontrastreiches, philosophisches und nicht zuletzt unterhaltsames Programm:

Die Erste Tour wird begleitet von Kerstin Köditz, MdL und Autorin des Buches “Und morgen? Extreme Rechte in Parlament und Gesellschaft” die unter dem Motto “Damit man draußen sieht, was drinnen los ist” über die hinter verschlossenen Türen agierende NPD sprechen wird. Gefolgt von Jörg Sundermeier, Herausgeber des Verbrecher Verlags, der während der Fahrt aus dem Roman “Fliegeralarm” von Gisela Elsner lesen wird. Der freie Autor Martin Dornis referiert zum Thema “Kollektiv, Volk, Nation – zu den Möglichkeiten emanzipatorischer Kapitalismuskritik”. Es folgt eine Tour mit dem Künstler Till Gathmann, der zu einem Lied von Woody Guthris über eine Scharfschützin der Roten Armee, dessen abstruse Entstehungsgeschichte erläutern wird. Zum Schluss erfreut uns Der Chor mit einer musikalischen Fahrt.

Seien Sie herzlich eingeladen uns auf einer dieser Rundfahrten zu begleiten. Mit erwartungsvollen Grüßen.

Einladung: IchSeheWas0905Karte.pdf
Plakat: IchSeheWas0905Plakat.pdf