der raum

STIG MARLON WESTON (Oslo, Norwegen) und DENISE WINTER (Dortmund)

Eröffnung:
Samstag, 10.12.2011 → 19.00Uhr

AKTION: „Interactive side specific sampling“ ab 20.00Uhr

Öffnungszeiten:
11.12. → 16.00 – 18.00Uhr
16. – 18.12. → 16.00 – 18.00Uhr

Finissage  und Präsentation des „Interactive side specific sampling“
17.12. → 19.00Uhr

Stig Marlon Weston und Denise Winter entwickeln Fotografien, ohne dafür überhaupt eine Fotokamera in die Hand zu nehmen. Komplizierte fotografische Prozesse werden malerisch, poetisch in Bildern wieder gegeben. Die Natur dient ihnen als Vorlage.

sampling nature

Der norwegische Fotograf Stig Marlon Weston stellt in seiner Arbeit „Grove“ überdimensionale Fotogramme her. Er benutzt den Osloer Wald als Camera Obscura. Nachts geht er auf Kindheitspfaden durch den Wald und befestigt Negativfilm an Bäumen. Mit einer Taschenlampe belichtet er das Material, welches dann zurück im Labor entwickelt und 1:1 auf Fotopapier umkopiert wird. Die Resultate sind ein Meter breite und bis zu 3,5m lange schwarz-weiße fotografische Abzeichnungen des Waldes.

Für das Fotoprojekt „Landshape“ von Denise Winter wurde ein kleiner Aussichtsraum über der Kommandobrücke eines Bootes in eine Camera Obscura verwandelt. Während der Fahrt um Spitzbergen wurden Bilder auf farbigem teils 1,3m breitem und bis zu 2,7m langem Fotopapier aufgenommen. Zeit wird durch Bewegung verstanden. Die ausgestellten Fotografien sind Unikate und Originale und somit Zeugnisse des Ortes, an dem sie hergestellt wurden.
co 09 denise winter

www.weston.no
www.denisewinter.de

sampling_nature.pdf

Mark Mattes und Philipp Schewe

Architekturphantasien & Gebaute Träume

Eröffnung am Freitag 18. November 2011

Öffnungszeiten: 19.- 22.11.2011 von 16- 20 Uhr

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„Ein edler Philosoph sprach von der Baukunst als einer erstarrten Musik und musste dagegen manches Kopfschütteln gewahr werden. Wir glauben diesen schönen Gedanken nicht besser nochmals einzuführen, als wenn wir die Architektur eine verstummte Tonkunst nennen“
Zitat: Johann Wolfgang von Goethe in seinen „Maximen und Reflexionen“

Mark Matthes: o.T. (City), 2011

Die Verbindung von Baukunst und Musik ist ein schon in der Antike formuliertes und damit staubtrocken anmutendes Postulat.
Somit will, bei aller Begeisterung für ihre vielfältigen Verbindungen und ihrer unstreitigen Wechselwirkungen, diese Ausstellung hellsichtige Entwürfe und diffizile Bildlichkeiten anstreben, wie sie mittels heftiger Montagen und Materialassemblagen (Schewe) und unermesslichen Raum-, Farb- und Materialschichtungen auf Glas entstehen (Matthes) und sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit visuellen, auditiven, ikonischen und imaginären Segmenten, medial sowie mental projizierter Baukunst repräsentiert; und um eine Musik dieses Konstrukts in Stein zu komponieren, haben sie die „unendliche Melodie“ dieser Architektur aufgespürt und notiert.

Mark Mattes und Philipp Schewe studierten freie Kunst an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, neben ihrer nunmehr zehn Jahre währenden musikalischen Zusammenarbeit, stellen sie nun erstmalig bildnerisch gemeinsam in einem Ausstellungsprojekt aus.

Mark Matthes lebt und arbeitet seit 2010 in Leipzig
Philipp Schewe erhielt das Arbeitstipendium der Stadt Hamburg 2011

Philipp Schewe: Erlking’s Castle

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28.10.-06.11.2011

vernissage: fr  28.10.2011  19h

In ihren großformatigen standortbezogenen Wandmalereien untersucht Elizabeth Gerdeman den Begriff des Orts und seine Wahrnehmung. Dabei benutzt sie das Landschafts-Sujet sowohl als Genre als auch als ihr Medium. In ihren Arbeiten greift sie auf bereits vorhandenes Bildmaterial zurück und kreiert daraus neue, befremdliche Landschaften, indem sie Maßstäbe verzerrt, Farben verfremdet und die Bildvorlagen ihres ursprünglichen Kontextes beraubt.

Gerdeman thematisiert die sich verändernden Wertzuschreibungen bestimmter Orte und geht der Frage nach, inwieweit diese Orte mithilfe ihrer idealisierten Abbildung erfahrbar sind und macht dabei deutlich, dass die fortlaufende Darstellung von Natur in der Kunst und in der Welt dazu dient, unsere Entfernung zu ihr und den Mangel an wahrhaftigem Erleben zu kompensieren.

http://elizabeth.gerdeman.com/