der raum

26. September 2009 20.00Uhr
filmstill_raupach

Dem Experimentalfilm wird oft nachgesagt, dass man diese Filmgattung in zwei Gruppen unterteilen kann: den Versuch die Subjektivität geistiger Gestörtheit und Konfusion zu reproduzieren, oder den Versuch, durch Verwendung unzusammenhängender Bilder die Zuschauer zu verwirren und zu stören. Dass man in beiden Fällen nur Oberflächeneffekte des Genres erwischt, wird im filmischen Schaffen von Tim Raupach deutlich. Mit Hilfe gezielter Irritationen der Wahrnehmung als Effekt der filmischen Montage versuchen seine Experimentalfilme über das Abrufen einer genrespezifischen Lesbarkeit von Bewegtbildern auf Seiten des Publikums die Materialität des Mediums Film als historisches und historisierendes kulturelles Zeichen ins Bewusstsein zu rücken.

Kommentare sind geschlossen.